Das Ding mit der Butter – viele streichen sie aufs Brot, manche nehmen sie zum backen und andere wiederum zum braten. Das Streichfett ist also ein kleiner Allrounder, denn es kann durch seine Konsistenz in vielerlei Hinsicht eingesetzt werden. Auch wenn das Herstellen von Butter auf den ersten Blick sehr aufwendig wirkt, mit lediglich einer Zutat und einem Utensil lässt sich das zarteste Streichfett ever ganz einfach selber machen. Trust me!

Warum Butter eigentlich selber machen?

Ok, Du hast Recht. Im Supermarkt gibt es Butter in jeglicher Ausführung. Süßrahmbutter. Sauerrahmbutter. Streichzart. Mit Salz. Oder in bester Bioqualität. Klar ist der Griff zum Butterstück im Kühlfach sicherlich der einfachste, aber ehrlich? Ich habe trotzdem 3 gute Gründe sie selber zu machen. 🙂

1

Grund Nr. 1:

Du weißt, was drin ist. Milch ist zwar ausschließlich die einzige Zutat. Beim Selbermachen weißt Du aber genau, wie sie hergestellt wurde.

2

Grund Nr. 2:

Es macht einfach viel Spaß und zeigt Kindern, was aus Milch bzw. Sahne hergestellt werden kann. Auch als DIY zu einem Kindergeburtstag eignet sich das Selbermachen hervorragend.

3

Grund Nr. 3:

Grund Nummer 3: DU hast immer frische Butter im Haus und der „Wow-das-hast-du-selber-gemacht-Effekt“ zu jedem Brunch oder Grillabend ist dir garantiert.

Wie aus Sahne Butter entsteht!

Für meine Butter nehme ich am liebsten Sahne. Es ist natürlich auch möglich frische Rohmilch vom Bauern zu verwenden. Diese solltest Du aber anschließend erhitzen, da sie viele Keime enthalten kann. Wie aus Milch Sahne wird, ist hier sehr verständlich und knapp beschrieben. Diesen Schritt überspringen wir und nehmen direkt frische Sahne, die zwar pasteurisiert aber nicht homogenisiert wurde. Denn wir benötigen intakte „Fettkügelchen“, damit aus Sahne ein richtiges Streichfett wird. Durch das Schlagen der Sahne werden nämlich die „Fettkügelchen“ aufgeschlagen und die festen Bestandteile darin verbinden sich zu einem kompakten Fett. Der übrige flüssige Teil nennt sich Buttermilch.

Wie viel Sahne brauche ich für 250 g Butter?

Da sich durch das Schlagen die festen Bestandteile von den flüssigen abtrennen, bleibt am Ende natürlich weniger übrig. Aus einem Becher Sahne entsteht etwa 100 g frische Butter. Um 250 g Streichfett herzustellen, benötigst Du deshalb mindestens 500 ml Sahne.

Butter in einer Schüssel mit Messer

Rezept: Butter selber herstellen

Zutaten
Für frische Butter
250 g Sahne
Außerdem
  • 1

    Du benötigst nicht homogenisierte Sahne und ein Glas mit Schraubverschluss. Für größere Mengen kannst Du auch ein Handrührgerät verwenden.

  • 2

    Fülle die Sahne bis zur Hälfte in das Glas. Schüttle das Glas nun kräftig hin und her. Nach ein paar Minuten wird die Sahne fest. Möglicherweise lässt sich die Sahne jetzt schlechter schütteln. Macht nichts. Immer schön weiter schütteln.

  • 3

    Nach etwa 5 Minuten hat sich ein Klumpen Fett gebildet und die Buttermilch abgetrennt.

    Schütte das Fett in ein Sieb. Die Buttermilch kann aufgefangen und getrunken werden.

  • 4

    Das Fett muss nun in kaltem Wasser gewaschen werden. Hierfür wird kaltes (!) Wasser in eine Schüssel gegeben und die Butter geknetet. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis das Wasser klar bleibt.

  • 5

    Anschließend kann die Butter geformt und gegessen werden.

Unterschied Sauerrahmbutter und Süßrahmbutter

Im Supermarkt gibt es viele Sorten im Angebot. Doch wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Sauerrahmbutter und Süßrahmbutter? Der Name verrät es eigentlich schon. Bei der Sauerrahmbutter wird der Rahm bzw. die Sahne vor der Herstellung „gesäuert“. Dies geschieht durch das Kultivieren mit Milchsäurebakterien. So bekommt die Butter ihren typischen, säuerlichen Geschmack (pH-Wert maximal 5,1).

Die Süßrahmbutter hingegen wird ohne mikrobielle Verfahren direkt weiter verarbeitet. Sie eignet sich mit ihrem milden pH-Wert von mindestens 6,4 besonders für das Abbinden von Saucen.

Butter Inhaltsstoffe, Butter Fettgehalt

Und was steckt nun in einem Stück Butter? Ja, sie ist eine fettige Angelegenheit. Mit 81 g Fettanteil auf 100 g hat das Streichfett schon einiges an Kalorien zu bieten. Mit 240 mg auf 100 g ist sie zusätzlich sehr cholesterinhaltig. Auch wenn ein geringer Anteil Vitamine und Kalzium enthalten ist, Butter bleibt eben Geschmacksache.

Hand hält Glas mit selbst gemachter Butter

Butter in kaltem Wasser kneten

Das Kneten von Butter ist ebenfalls ein wichtiger Schritt in der Butterherstellung, damit sich die restliche Buttermilch vom Butterfett löst und die Butter somit geschmeidiger und länger haltbar wird. Hierfür wird das Butterstück in kaltem Wasser geknetet, bis dieses klar ist.

Tofu grillt auf dem Raclette und wird mit Gabel gewendet

Kann ich Butter zum Braten verwenden?

Butter eignet sich nur bedingt zum Braten. Bei hohen Temperaturen ab 175°C, die zum Braten notwendig sind, verbrennen die Feststoffe in der Butter schnell. Wenn Du dennoch nicht auf den Buttergeschmack verzichten möchtest, kannst Du einfach zum Schluss ein Stück Butter dazugeben.

Butter in einer Form

Wie lange ist selbstgemachte Butter haltbar?

Wenn die selbstgemachte Butter nicht richtig gewaschen wird, kann sie schnell sauer werden und ist nicht länger als ein paar Tage haltbar. Deshalb empfiehlt sich, die selbstgemachte Butter zu waschen und immer im Kühlschrank aufzubewahren oder gleich zu verzehren.

Butter in einer Schüssel mit Messer

Butter Inhaltsstoffe, Butter Fettgehalt

Und was steckt nun in einem Stück Butter? Ja, Butter ist eine fettige Angelegenheit. Mit 81 g Fettanteil auf 100 g Butter hat das Streichfett schon einiges an Kalorien zu bieten. Mit 240 mg auf 100 g ist Butter zusätzlich sehr cholesterinhaltig. Auch wenn ein geringer Anteil Vitamine und Kalzium enthalten ist, bleibt Butter eben Geschmacksache.

Ich liebe frische Butter auf einem leckeren Marmeladentoast. Am Wochenende mache ich deshalb die Butter immer kurz vorm Frühstück selber. Das dauert nicht einmal 5 Minuten und du hast wunderbar streichzarte Butter für deine Sonntagsbrötchen.

Noch mehr zum Streichen auf’s Brot

Auf’s Brot streichen kann man vieles. Herzhaft, süß, würzig oder nussig. Und selbst gemacht schmeckt es eh am besten. Deshalb schau gleich mal zu meinen Aufstrichen. Dem Brot sei Dank. 🙂

Deine eigene Butter selber herstellen Wertung: 5 / 5 (2Stimmen)
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Frau trinkt Kaffee

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